Chefarzt
Dr. med.
Thomas von Garrel
04421/208-1255 o. 1387
In der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Orthopädischer Chirurgie werden alle akuten und chronischen Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates (Sehnen, Muskeln, Bänder und Knochen aller Körperregionen) nach dem jeweils aktuellem medizinischem Standard, auch unter Berücksichtigung neuester Verfahren, behandelt.
Für die Diagnostik stehen alle Untersuchungsverfahren wie Ultraschall, Röntgen, Kontrastmitteluntersuchungen und Computertomographie (CT) zur Verfügung.
Die Klinik ist zum D-Arzt-Verfahren der Berufsgenossenschaften (Behandlung von Arbeitsunfällen) zugelassen. Auf Anforderung werden auch Gutachten für die Unfall- und Sozialversicherungen erstellt.
Ambulante und tagesstationäre Behandlungen werden nach Überweisung eines niedergelassenen Chirurgen oder Orthopäden in enger Kooperation mit dem Hausarzt durchgeführt. Vorteilhaft ist hierbei, das je nach Bedarf nach der Operation auch eine stationäre Aufnahme erfolgen kann, also auf die Sicherheit, die ein Krankenhaus im Notfall bieten kann, nicht verzichtet werden muss.
Voraussetzung hierfür ist in der Regel eine Gewährleistung der anschließenden häuslichen Versorgung (z.B. durch die Angehörigen oder ggf. unter Hinzuziehung eines ambulanten Pflegedienstes) und ein ansonsten "gesunder" Patient (es sollten keine ernsteren Begleiterkrankungen vorliegen).
Ob diese Möglichkeit für Sie in Frage kommt, kann während der Vorbesprechung in unserer Sprechstunde in Kooperation mit unserer Anästhesie-Abteilung konkret abgesprochen werden. Als hierfür geeignete Eingriffe bieten sich in der Regel einfache Arthroskopien, handchirurgische Eingriffe oder Implantat-Entfernungen an.
Die fachgerechte Nachbehandlung nach einer Operation am Bewegungsapparat ist mindestens ebenso wichtig für das Gesamtresultat der Behandlung wie der operative Eingriff selbst.
Dies stellen wir durch eine enge Zusammenarbeit mit den weiterbehandelnden, niedergelassenen Facharzt-Kolleginnen und Kollegen sowie mit den betreuenden Hausärzten (auch durch persönlichen Kontakt) sicher. Zudem leiten wir noch während des stationären Behandlungsverlaufes die krankengymnastische Übungsbehandlung, unterstüzt durch physikalisch-therapeutische Maßnahmen, ein. Diese Behandlung wird durch unseren ärztlichen Dienst anhand unserer bewährten Nachbehandlungs-Schemata überwacht. Ferner findet eine enge Kooperation mit der Physiotherapie im Wellness im Willehad statt, hier kann auch die von uns eingeleitete Therapie ambulant fortgesetzt werden.
Die Behandlung von Knochenbrüchen im Kindes- und Erwachsenenalter erfolgt nach den international üblichen Empfehlungen, immer nach dem aktuellem Stand der medizinischen Forschung. So werden neuentwickelte, im klinischen Alltag bewährte Implantate auch im St. Willehad-Hospital eingesetzt. Beispiele hierfür sind der zunehmende Einsatz von belastungsstabilen Nagel-Implantaten, die in die Knochenmark-Höhle ohne großem Weichteiltrauma eingebracht werden können. Ebenso werden zunehmend sogenannte winkelstabile Plattensysteme angewendet, die zuverlässiger zur stabilen Knochenheilung führen. Auch viele kindliche Frakturen können mit minimal-invasiven Implantaten zuverlässig nach einmaliger Primärversorgung zur korrekten Ausheilung gebracht werden.
Großen Wert legen wir auch auf die schonende Behandlung der die Fraktur umgebenden Weichteile, die häufig durch die Knochenverletzung bereits mitgeschädigt sind. Hier bieten sich Verfahren der sog. "biologischen Osteosynthese" oder auch die perkutane Schraubenosteosynthese durch Hohlschrauben, die über nur sehr kleine Hautstiche über einen vorgelegten Draht eingebracht werden können, an.
Selbstverständlich werden viele Knochenbrüche auch heute noch ohne einen operativen Eingriff behandelt.
Wichtig ist auf jeden Fall die Möglichkeit, eine frühe aktive Bewegungsübung der verletzten Körperregion zu ermöglichen.
Falls erforderlich, kann die Ruhigstellung der Knochenbruchregion mit einem Gips oder mit modernen Kunststoffhülsen und -Schienen erfolgen. Unter Einsatz der üblichen Gehhilfen kann so frühzeitig die Mobilität zurückgewonnen werden.
Zur Wiederherstellung der schmerzfreien Funktion von Knochen und Gelenken bestehen eine vielzahl verschiedener Methoden, die individuell je nach der zugrundeliegenden Ursache angewendet werden können
Auf dem Gebiet der Arthrose wenden wir je nach Ausmaß der Verschleißsituation und Alter des betroffenen Patienten verschiedene Verfahren an.
Beim jüngeren Patient (bis etwa 55 Jahre) mit einem relativ umschriebenen Knorpelschaden am Knie- oder Sprunggelenk kommt z.B. eine autologe Knorpeltransplantation in Frage. Hier wird im Rahmen einer Gelenkspiegelung körpereigenes Knorpelgewebe entnommen, um dieses nach spezieller Anzüchtung in einem Labor einige Zeit später (in der Regel 2 Wochen) in den Knorpeldefekt zu setzen. Nach anschliessender 6-8 wöchiger Entlastung des Beines kann dann ein Belastungsaufbau begonnen werden.
Eine weitere Möglichkeit bei jüngeren Arthrosepatienten mit groben Achsfehlstellungen am Kniegelenk (X- oder O-Bein) wären achsenkorrigierende Eingriffe , sog. Umstellungsosteotomien, um einen späteren künstlichen Gelenkersatz noch um einige Jahre zu verzögern.
Sollten alle anderen Möglichkeiten des Gelenkerhaltes ausgeschöpft sein, so bietet sich als weitere Massnahme ein künstlicher Gelenkersat an. Gute Ergebnisse mit entsprechend langer Haltbarkeit des Kunstgelenkes werden bereits am Knie- und Hüftgelenk erreicht. Auch am Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenk sowie an den Fingergelenken, speziell auch bei Rheumapatienten, bestehen hier weitere Möglichkeiten, auch alternativ zur ebenfalls möglichen Gelenkversteifung.
Die Endoprothetik wird in unserer Klinik nach den modernsten Gesichtspunkten unter Einsatz eines Navigationssystems (Computer assistierte Operation mit dem "Orthopilot"-System) durchgeführt. Hierdurch können Achsenfehlstellungen zielgenau ausgeglichen werden, der passgenaue Prothesensitz kann hierdurch zuverlässig erreicht werden. An den bundesweit durchgeführten Qualitäts-Sicherungsmaßnahmen nimmt unsere Klinik teil.
Nach fehlverheilten Knochenbrüchen oder bei einer verzögerten Knochenheilung (sog. Falschgelenk-Bildung) können entsprechend Stellungs-korrigierende Eingriffe, auch mit Verkürzung oder Verlängerung eines Knochens, durchgeführt werden. Ebenso können ggf. auch Knochentransplantationen zum Einsatz kommen. Für spezielle Fälle halten wir hierfür auch eine Nach fehlverheilten Knochenbrüchen oder bei einer verzögerten Knochenheilung (sog. Falschgelenk-Bildung) können entsprechend Stellungs-korrigierende Eingriffe, auch mit Verkürzung oder Verlängerung eines Knochens, durchgeführt werden. Ebenso können ggf. auch Knochentransplantationen zum Einsatz kommen. Für spezielle Fälle halten wir hierfür auch eine Knochenspender-Bank bereit bereit
Das relativ neue und bereits sehr bewährte Verfahren der Kyphoplastie wird auch in unserer Klinik erfolgreich angewendet. Die immer häufigeren Wirbelkörperfrakturen aufgrund einer Osteoporose können nach Punktion des Wirbels mit Hilfe eines Ballons aufgerichtet werden und anschließend mittels eines speziellen Bio-Zementes belastungsstabil verfestigt werden. Der Zement wird im Laufe der Zeit durch körpereigenes Gewebe ersetzt, unterstützt natürlich durch die medikamentöse Behandlung der Osteoporose.
Eindeutige Vorteile dieser wenig belastenden Methode sind die häufig sofortige Schmerzfreiheit und die sofortige Wiedererlangung der Mobilität.
Ein weiteres Feld unseres Behandlungsspektrums stellt die spezielle Schmerztherapie des chronischen Rückenleidens bei Arthrose der Bandscheibe, der Wirbelgelenke oder der Iliosakralfuge am Becke dar. Nach oftmals jahrelanger Beschwerdesymptomatik und Behandlung mit Schmerzmitteln und Physiotherapie gibt es hier noch die Möglichkeit, die schmerzauslösenden Wirbelgelenke und Iliosakralfuge zu vereisen (sog. Kryo-Denervierung). Diese Behandlung wird in Kooperation mit unseren interventionell tätigen Radilogen nach entsprechender Vortestung durchgeführt. Eine weitere Möglichkeit bietet auch eine Computertomografie assistierte Umspritzung an den Nervenwurzeln der Wirbelsäule (sog. Periradikuläre Infiltration). Ob diese Verfahren auch für Sie in Frage kommen, können durch ein Beratungsgespräch in unserer Sprechstunde erörtert werden. Hilfreich wäre hierfür das Mitbringen etwaiger Röntgenbefunde oder Arztberichte.
Hierdurch können alle sporttreibenden Patienten, egal ob Freizeit- oder Hochleistungssportler, sachgerecht untersucht, beraten und behandelt werden. Zur speziellen leistungsphysiologischen Untersuchung kooperieren wir mit unseren Internistischen Kollegen (z.B. Belastungs-EKG oder Lungenfunktionsuntersuchung) sowie mit der Physiotherapie im Gesundheitszentrum St. Willehad (spezielle Untersuchung einzelner Muskelgruppen an Geräten, Laufbanduntersuchung zur Analytik des Gangbildes, etc.). Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie diesbezüglich Wünsche oder Fragen haben.
Gerne betreuen wir auch ihren Sportverein und beraten in medizinischen Fragen.
Oberarzt
Hans-Dieter Schwarck
Tel:04421/208-1328
Zur ambulanten Sprechstunde können Sie sich bei Frau Dobronski, Frau Pollak oder Frau Strnad-Viertel unter Tel: 04421 / 208-1255 oder Fax: 04421 / 208-1402 anmelden.
Sprechstunde
Nur mit Terminvereinbarung für folgende Zeiten:
St. Willehad-Hospital
gGmbH
Ansgaristr. 12
26382 Wilhelmshaven
Telefon:0 44 21 / 208 – 0
Fax:0 44 21 / 208 - 1318
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