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Gefäßchirurgie

In der Abteilung für Gefäßchirurgie werden Erkrankungen des arteriellen, venösen und lymphatischen Systems diagnostiziert und behandelt. Die Patienten werden von sechs Ärzten, von denen drei langjährige und erfahrene Gefäßchirurgen sind, betreut. Dafür stehen 28 Betten zur Verfügung. Die Gefäßchirurgie befindet sich in der dritten Etage.
Seit Januar 2011 leitet Chefarzt Dr. Dr. med. Halil Krasniqi die Klinik für Gefäßchirurgie – Vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie. Dr. Dr. med. Krasniqi verfügt über folgende Facharzttitel und Schwerpunktsbezeichnungen:

Gefäßdiagnostik

Zur Diagnostik stehen alle Methoden wie

zur Verfügung. In einer Gefäßsprechstunde, die täglich vom Chefarzt durchgeführt wird, soll durch eine umfassende klinische und apparative Untersuchung bereits ambulant eine Diagnose gestellt und möglichst eine überflüssige stationäre Aufnahme vermieden werden.
Obwohl primär immer unblutige Methoden zur Diagnostik eingesetzt werden, sind Kontrastmitteluntersuchungen häufig nicht zu vermeiden. Diese werden durch die Röntgenabteilung in der überwiegenden Mehrzahl ebenfalls ambulant durchgeführt.

Die Anmeldung zur Sprechstunde kann unter der Rufnummer 04421/208-1435 erfolgen.

Sprechzeiten  
Montag 13.00 – 15.30 Uhr
Dienstag 13.00 – 15.30 Uhr
Mittwoch 11.00 – 15.30 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit  
Montag – Mittwoch 10.30 – 15.30 Uhr
Donnerstag 08.00 – 14.00 Uhr
Freitag 08.00 – 12.00 Uhr

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Arterielle Chirurgie

Ursache eines Schlaganfalls oder von Gehbeschwerden ("Raucherbein", "Schaufenstererkrankung") sind häufig Einengungen und Verschlüsse von Arterien (Schlagadern) des Halses, des Bauchraumes oder der Beine. Aber auch krankhafte Erweiterungen ("Aneurysma") sind gefährlich, da ihr Aufreißen zum raschen Verblutungstod führen kann.

Alle Erkrankungen werden in unserer Abteilung nach neuesten Erkenntnissen behandelt. Dazu ist heute nicht mehr in jedem Fall eine große Operation erforderlich. Häufig gelingt es, durch Katheterverfahren (Minimalinvasive Therapie) Verengungen aufzulösen oder aufzudehnen. Bei der Behandlung von Erweiterungen der Bauchschlagader gehörte unsere Abteilung zu den ersten im Bundesland Niedersachsen, die erfolgreich einen neuen Weg beschritt. Über einen kleinen Leistenschnitt wird dabei eine Gefäßstütze ("Stent") eingebracht, die das Aneurysma ausschaltet. Der Patient kann sich am Tag nach der Operation bereits normal belasten.

Trotz dieser unbestrittenen Fortschritte müssen weiterhin Gefäßverengungen und -verschlüsse ausgeschält oder durch natürliche körpereigene und künstliche Gefäße ("Bypass") ersetzt werden. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei in der vorbeugenden Behandlung des drohenden Schlaganfalls durch eine Ausschälplastik der Halsschlagader ("Endarteriektomie"). Häufig sind kurzzeitige Seh – oder Bewußtseinsstörungen erste Vorboten des Ereignisses. Eine ambulante Ultraschalluntersuchung ist geeignet, den Verdacht zu entkräften oder zu bestätigen.

Bypassverfahren führen wir auch bei Verschlüssen kleiner Gefäße bis zum Unterschenkel durch.

Sollte eine Amputation unumgänglich sein, beginnen wir frühzeitig mit der prothetischen Versorgung und einem Gehtraining in unserer physiotherapeutischen Abteilung. Letztere kann in der nahegelegenen und neuerrichteten Reha-Klinik fortgesetzt werden. Großen Wert legen wir auf eine Vermeidung von Fremdblutübertragungen. Ist die Notwendigkeit einer Bluttransfusion während eines größeren operativen Eingriffs vorherzusehen, wird rechtzeitig eine Eigenblutspende organisiert.

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Varizenchirurgie

Das Krampfaderleiden hat sich zu einer echten Volkskrankheit entwickelt. Jeder fünfte Mitbürger leidet an einer behandlungsbedürftigen Varizenerkrankung. Leider wird ihre Bedeutung häufig noch unterschätzt und als kosmetisch unbedeutender Makel abgetan. So werden die chronischen Folgen wie Entzündungen, Thrombose, Beinschwellung, Gewebeverhärtung und letztlich das Beingeschwür ("offenes Bein") ignoriert und führen den Patienten im Spätstadium oder im hohen Alter zum Gefäßchirurgen. Dabei ist das chirurgische Verfahren ("Stripping") heute ausgereift, schmerzlos durchzuführen und zeigt überzeugende Erfolge. Wir führen jährlich weit über 500 derartige Operationen durch und haben einen hohen Patientenkomfort erarbeitet. Dieser besteht in:

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Minimalinvasive Therapie

Zunehmend setzen sich auch bei Gefäßerkrankungen therapeutische Verfahren durch, die den Patienten nur unerheblich belasten und gefährden. Häufig werden sie auch Operationen vorgeschaltet oder mit ihnen kombiniert, um die Eingriffe zu minimieren. Es handelt sich hierbei meist um Methoden, bei denen von einem gut zugänglichen Ort, z. B. der Leisten- oder Ellenbeuge, Katheter an den verengten oder verschlossenen Gefäßbezirk geführt werden. Dort werden auflösende Substanzen freigesetzt, Verengungen durch Ballons aufgedehnt oder Gefäßstützen ("Stents") implantiert. Vorteil der Methoden ist außer den bereits eingangs erwähnten die Durchführbarkeit in örtlicher Betäubung, die kurze stationäre Verweildauer der Patienten und die mögliche Wiederholbarkeit. Diese sog. interventionellen Verfahren werden überwiegend in und durch unsere Radiologische Abteilung durchgeführt. Unsere jährliche Frequenz liegt bei 200 Eingriffen. Aufgrund der geringen Belastung des Patienten besteht bei medizinischer Indikation prinzipiell keine Altersgrenze.

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Konservative Therapie

Zahlreiche Erkrankungen können oder müssen ohne einen operativen Eingriff behandelt werden. Dazu zählen arterielle Durchblutungsstörungen, bei denen aufgrund des Stadiums der Erkrankungen keine wiederherstellenden Verfahren mehr möglich oder auch noch nicht angezeigt sind. Hier wenden wir erfolgreich Infusionen über einen zentralen, herznahen Katheter in Kombination mit einem kontrollierten täglichen Gehtraining auf dem Laufband, an. Die zahlreichen schweren Durchblutungsstörungen des Diabetikers ("diabetischer Fuß") werden in enger Zusammenarbeit mit der darauf spezialisierten Inneren Abteilung I betreut.

Die Thrombose (Verschluss der tiefen Beinvenen) stellt ein wichtiges Krankheitsbild dar, da durch Abschwemmen von Blutgerinnseln ("Thromben") eine Verstopfung der Lungenschlagadern ("Lungenembolie") eintreten und zur akuten Lebensgefährdung werden kann. Weiterhin verbleibt unbehandelt lebenslang eine Beinschwellung mit der Gefahr von Geschwürbildung nach ca. 10 Jahren.
Deshalb ist derzeit noch überwiegend eine stationäre Behandlung erforderlich. Der Einsatz neuer Medikamente ("niedermolekulare Heparine"), der international Einzug findet und auch bei uns derzeit erprobt wird, wird jedoch sowohl die Verweildauer stark verkürzen als auch durch Wegfall des Dauertropfes die Patienten weniger belästigen.
Ein Stiefkind in der Behandlung von Gefäßkrankheiten ist noch immer das "dicke Bein". Es beruht häufig auf einem anlagebedingten oder erworbenen Lymphstau ("Lymphödem"). Aber auch krankhafte Fettansammlungen oder schwere Krampfaderbildungen können das Bein entstellen.

Diesem Gebiet widmen wir große Aufmerksamkeit, da gerade beim Lymphödem durch die sog. Komplexe physikalische Entstauung ("KPE") erstaunliche Ergebnisse erzielt werden können.

Sie besteht aus einer zunächst stationär begonnenen und 2x täglich durchgeführten Spezialmassage ("Manuelle Lymphdrainage") mit anschließender Kompressionsbandagierung. Nach Abschwellen lassen wir dann einen Kompressionsstrumpf anmessen, der meist lebenslang getragen werden muss. Diese Therapie muss von speziell ausgebildeten Lymphtherapeuten durchgeführt werden. Zwei Mitarbeiter unserer Abteilung für Physikalische Therapie haben sich dafür qualifiziert. Die Behandlung wird dann in ambulanten Praxen fortgesetzt.

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Ambulante Chirurgie

Wir bieten unseren Patienten mit Krampfaderleiden auch einen ambulanten Eingriff an. Voraussetzung ist das geeignete soziale Umfeld. Weiterhin muss die Ausprägung des Leidens die Entlassung am Operationstag erlauben. Jeder Patient verbleibt in einem normalen Krankenzimmer. Der Vorteil besteht darin, dass der ambulante Eingriff bei Erfordernis jederzeit in eine stationäre Weiterbehandlung übergeführt werden kann. Die Nachbehandlung erfolgt dann durch den einweisenden Arzt. Das Laserverfahren wird grundsätzlich ambulant durchgeführt. Eine Wiederaufnahme der Berufstätigkeit ist nach wenigen Tagen möglich.

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Nachbetreuung

Gefäßerkrankungen sind chronische, häufig progrediente oder wiederkehrende Erkrankungen. Um einem therapiepflichtigen Fortschreiten oder Komplikationen vorzubeugen, streben wir eine dauerhafte Betreuung unserer Patienten in enger Koopertion mit seinem Hausarzt an. Die zahlreichen, in den letzten Jahren eingeführten neuen therapeutischen Verfahren verlangen gleichfalls eine kontinuierliche Überwachung. Jeder Patient sowie der Hausarzt werden bei Entlassung über den Termin einer Nachuntersuchung informiert.

 

aktualisiert am  24.04.2012nach oben

 

Patienten-Direkteinstieg

 

Gefäßchirurgie

Chefarzt

Dr. Dr. med.
Halil Krasniqi
Tel:04421/208-1435
Fax:04421/208-1395

 

Oberärzte

Barbara Happe
Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie

 

Hans-Dieter Schwarck
Tel:04421/208-1328

 

Ärztliches Team

Dr. med. Mohamed El-Basyouni

 

Adel Elhanash

 

Ibrahim Khateeb

 

Sekretariat / Anmeldung Ambulanz

Zur ambulanten Sprechstunden können Sie sich bei Gabi Folkers oder Kirsten Schneider unter 04421 / 208-1435 anmelden.

Sprechstunde
Montags und dienstags von 13.00 bis 15.30 Uhr
mittwochs von 11.00 bis 15.30 Uhr.

Dr. Dr. med. Halil Krasniqi

Dr. med. Hali Krasniqi

 

St. Willehad-Hospital
gGmbH

Ansgaristr. 12
26382 Wilhelmshaven

Telefon:0 44 21 / 208 – 0
Fax:0 44 21 / 208 - 1318

info@willehad.de
www.krankenhaus-wilhelmshaven.de